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IVF

Beschreibung der Behandlung

IVF - Vlastní vajíčkaIVF - Vlastní vajíčka

In Vitro Fertilisation (lat. „Befruchtung im Glas“) ist die „klassische“ Labormethode der künstlichen Befruchtung, oft benützt man jedoch die Bezeichnung für jede Methode der künstlichen Befruchtung. IVF wird heutzutage im breiteren Sinne als ein Synonym für künstliche Befruchtung unter Benutzung von verschiedenen Labormethoden verstanden. Die IVF Methode gibt es bereits seit 1960-er/ 1970-er, ihr Entdecker Robert Edwards bekam 2010 für die Methode, die Hunderttausenden Paaren ihren Kinderwunsch erfüllte den Nobelpreis.

Bei der IVF Behandlung werden die ausgewählten Eizellen mit dem Sperma im Labor „vermischt“. Die Spermien nisten spontan in die Eizellen ein und befruchten sie dadurch. Das ist die klassische In Vitro Fertilisation.

Da aber bei diesem Verfahren nur jede zweite Eizelle befruchtet wird, wurde eine weitere Methode der assistierten Befruchtung entwickelt – ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion). Die ICSI Behandlung anwenden wir besonders im Fall sehr niedriger Spermienzahl im Ejakulat oder gestörter Beweglichkeit der Spermien. Bei dieser Methode wird das Sperma in die Eizellen mittels einer Mikronadel eingespritzt.

In der BRD gibt es ca. 70 000 IVF Behandlungen pro Jahr. In Vitro Fertilisation ist oft günstiger im Ausland, als zu Hause. Man soll dabei aber ernst überlegen: ob man im gewählten Land vergleichbare ärztliche Behandlung und Pflege bekommt. Natürlich spielt auch die geographische Entfernung eine überaus wichtige Rolle.

Fragen Sie uns

Verfahren schritt für schritt

1. Stimulation

  • Es wird ein Stimulationsprotokoll erarbeitet, nach dem sie mittels einer subkutanen Injektion Stimulationsmedikamente anwenden werden (wie wendet man die Medikamente an? – Menopur, Puregon, Gonal………- Gebrauchsinformation hier).
  • Stimulationsmedikamente können Sie bei uns kaufen oder wir verschreiben Ihnen Rezepte, mit denen Sie die Medikamente im beliebigen Land der EU kaufen können (Preise für die Stimulationsmedikamente sind in der Tschechischen Republik um ca. 10-20% billiger als im Rest der EU).
  • Gewöhnlich am 2. oder 3. Tag des Menstruationszyklus (d. h. am 2. oder 3. Tag der Menstruationsblutung) beginnen Sie mit der Anwendung der ersten Injektion laut Stimulationsprotokoll. Informieren Sie uns bitte über den Beginn der Stimulation.
  • Die Injektionen werden unter die Haut unter dem Bauchnabel ungefähr alle 24 Stunden gewöhnlich 7 Tage lang angewendet.
  • Danach folgt die Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung der Größe und der Anzahl der Follikel.
  • Die Ultraschalluntersuchung findet nach Absprache entweder bei Ihrem Frauenarzt oder bei uns im Reproduktionszentrum statt, die Ergebnisse besprechen wir gemeinsam über die E-Mail oder telefonisch.
  • Auf Grund der Ultraschalluntersuchung wird entschieden, ob die Stimulation fortgesetzt (dann muss die Ultraschalluntersuchung alle 2 Tage wiederholt werden) oder beendet wird.
  • Falls die Follikel groß genug sind, wenden Sie eine Injektion an (Pregnyl, Ovitrelle), danach beginnt die endgültige Eizellenreifung.
  • Die Eizellenentnahme erfolgt 2 Tage nach der Anwendung der Injektion.
  • Zur Eizellenentnahme kommen Sie mit Ihrem Partner zu uns.
  • Es ist unbedingt notwendig ein gültiges Identitätsnachweis bei sich zu haben (Personalausweis, Reisepass).

2. Eizellenentnahme – Punktion

  • Zur festgelegten Zeit kommen Sie ins Kinderwunschzentrum.
  • Der Eingriff wird unter kurzzeitiger Allgemeinanästhesie (etwa 10-15 Minuten) durchgeführt – wir verlangen eine präoperative Untersuchung, welche Sie von Ihrem Allgemeinmediziner mitbringen (darf nicht älter als 6 Monate sein).
  • Den Antrag auf die präoperative Untersuchung schicken wir Ihnen per E-Mail.
  • Ein Bestandteil der präoperativen Untersuchung sind auch Ergebnisse der serologischen Tests (STD) – Untersuchung auf Hepatitis Typ B und C, HIV und Syphilis – darf auch nicht älter als 6 Monate sein.
  • Bei der Eizellenentnahme werden diese Tests wiederholt um negative Ergebnisse zu bestätigen (so fordert es das Gesetz).
  • Die Eizellen werden mittels einer dünnen Nadel durch die Scheide unter Ultraschallsicht entnommen.
  • Aus den Eierstöcken wird der Inhalt der Follikel (Follikelflüssigkeit), in dem sich die Eizellen befinden, abgesaugt.
  • Diese Flüssigkeit wird dann weiter an das Labor zur weiteren Verarbeitung übergeben.
  • Nach der Entnahme werden Sie binnen einer Stunde aus der Klinik entlassen – sichern Sie sich eine Begleitung, in keinem Fall dürfen Sie Auto fahren, die Wirkung der Anästhetika wird andauern.

3. Befruchtung – Fertilisation

  • Reife Eizellen werden mit Spermien des Mannes befruchtet. Für die Injektion in die Eizelle wird das hochwertigste Spermium ausgesucht (ICSI).

4. Kultivierung von Embryonen

  • Nach der Befruchtung teilen sich die Embryonen und fangen an zu wachsen.
  • Unter Laborbedingungen können wir die Embryonen bis zu 120 Stunden (5 Tage) wachsen lassen, danach müssen sie in die Gebärmutter übertragen oder eingefroren werden.
  • Der Embryologe entscheidet über die geeignetste Zeit zum Embryonentransfer nach der Anzahl, Entwicklung und Qualität der Embryonen.
  • Zweck des komplizierten Prozesses der Qualitätsbeurteilung ist die Bestimmung der geeignetsten Zeit zur Übertragung der Embryonen, welche die höchste Wahrscheinlichkeit der Schwangerschaft sicherstellt.
  • Das meist entwickelte Stadium des Embryos zur Übertragung wird Blastozyste genannt (Entwicklungsstadium nach 120 Stunden).
  • Überzählige hochwertige Embryonen werden eingefroren (Kryokonservierung).

5. Embryonentransfer

  • Einführung der Embryonen in die Gebärmutterhöhle wird ohne Betäubung mittels eines dünnen elastischen Schlauchs (Katheters) durchgeführt – das Ende des Katheters wird wegen dem genauen Einbringen in die Gebärmutterhöhle mit Ultraschall überwacht.
  • Der Embryonentransfer ist völlig schmerzlos.
  • Embryonen mit wenig Flüssigkeit (Medium, Nährlösung) werden in die Gebärmutterhöhle eingespritzt.
  • Danach bekommen Sie Bettruhe bis zur Entlassung aus der Klinik (ca. 1 Stunde).

6. Maßnahmen nach dem Embryonentransfer

  • Nach dem Embryonentransfer wird Ruhezustand (keine erhöhte Körperaktivität, kein Geschlechtsverkehr und Baden im heißen Wasser) für 1-2 Wochen empfohlen.
  • Nach 1-2 Wochen sind die Einschränkungen nicht mehr so groß, aber meiden Sie erhöhte Körperaktivität.
  • Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein, so wie es in Ihrem Entlassungsbericht steht.

7. Schwangerschaftstest, Medikamente und Schwangerschaftsüberwachung

  • Führen Sie den Schwangerschaftstest mit Morgenurin 20 Tage nach dem Embryonentransfer durch.
  • Falls der Schwangerschaftstest positiv ist, nehmen Sie weiter bis zur 12. Schwangerschaftswoche Medikamente ein.
  • Falls der Schwangerschaftstest positiv ist, vereinbaren Sie einen Termin für die Ultraschalluntersuchung (ca. in 7-10 Tagen).
  • Setzen Sie nach der 12. Schwangerschaftswoche die Medikamente schrittweise während 7-10 Tagen ab.
  • Weiter wird übliche pränatale Diagnostik durchgeführt und Sie besuchen regelmäßig Ihren Frauenarzt.
  • Falls der Schwangerschaftstest negativ ist, setzen Sie alle Medikamente ab. Nehmen Sie mit uns nach der Menstruation Kontakt auf, um sich auf die Übertragung von eingefrorenen Spermien vorzubereiten oder um über weitere Vorgehensweisen zu diskutieren.
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